Basiskurs zur Trauerbegleitung im Ehrenamt (80 Stunden) Anerkannt nach den Qualitätsstandards von BVT, DHPV und DGP
Der Verlust von Angehörigen, Freunden und Bekannten ist oft eine schmerzvolle Angelegenheit. Auch Ehrenamtlichen und Mitarbeitern, die mit Schwerstkranken, Tod und Sterben täglich zu tun haben, fällt es schwer, über Tod, Sterben und Verlust zu reden. Wir möchten Trauernde auf Ihrem Weg oft besser begleiten, spüren aber, dass wir dieser Aufgabe nicht immer gewachsen sind. Gern möchten wir einfühlsamer reagieren, Nähe geben, kompetent handeln, aber auch unsere eigenen Belastungssituationen angemessen verarbeiten.
Voraussetzung für diese Fortbildung ist die innere Bereitschaft, sich auf eigene Verlust- und Trauererfahrungen einzulassen und sich theoretische und praktische Fähigkeiten anzueignen, um eine mitmenschliche Trauerbegleitung praxisnah und bewusst einzuüben.
Erwartungen und Ziele von Kursteilnehmern:
- Mein Ziel war es, mit trauernden Menschen besser umzugehen und wie kann ich professionell Nähe und Distanz leben und herausfinden, was Trauernde in der aktuellen Situation benötigen?
- Kann ich meine Sprachlosigkeit, die mich bei einzelnen Schicksalsschlägen überkommt, überwinden?
- Mein Wunsch war, mir Werkzeuge anzueignen für die Arbeit mit Trauernden. Dieser Wunsch wurde erfüllt. Jedoch, und damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, am meisten habe ich über mich selbst erfahren.
- Ich arbeite seit sechs Jahren im Hospiz, was mich erfüllt und mir große Freude bereitet. Doch im Umgang mit An- und Zugehörigen nach Versterben eines Gastes fühlte ich mich noch immer unsicher. Im Kurs erhielt ich Antworten, um mich sicherer zu fühlen. Aber nicht nur das. So setzt man sich in diesem Kurs auch viel mit sich selbst auseinander und lernt sich besser kennen.
- Schaffe ich es überhaupt, dieses Thema in mein Leben einzuschließen und auch für Trauernde da zu sein? Woche für Woche wurde mein Wissen erweitert…. Ich konnte malen, Geschichten schreiben und lernte das Meditieren, mit Trauerphasen umzugehen, lernte die tiefenpsychologische Persönlichkeitstypologie und war zufrieden mit mir, weil ich sie verstanden hatte.
- Durch meine Arbeit im Bestattungswesen komme ich täglich mit Hinterbliebenen in Kontakt. Oft habe ich mir die Frage gestellt, welche Möglichkeiten es gibt, Trauernde nach der Beisetzung in ihrer Trauerarbeit zu unterstützen? Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Der Leitfaden mit unterschiedlichen Methoden ermöglicht mir, ein fundiertes und anwendungsbereites Wissen im Bereich der Trauerbegleitung einzusetzen. Ein Ausgleich zum Lernen war durch Ruhe und Erholungsphasen gegeben. Ich bin dankbar für die wertvolle Erfahrung in diesem Kurs & und freue mich, mein Wissen im Arbeitsalltag einzusetzen.
Zielgruppe:
Diese Weiterbildung richtet sich an Menschen, die im Ehrenamt oder im privaten Umfeld Trauernde begleiten und an Mitarbeitende:
- in der ambulanten und stationären Hospizarbeit,
- in Palliativeinrichtungen,
- in geriatrischen Einrichtungen (Seniorenheime, betreutes Wohnen),
- in Krankenhäusern (onkologische wie Intensivstationen),
- in Einrichtungen der Krebshilfe,
- im ambulanten Pflegedienst und in Pflegeheimen auf Kurzzeitstationen,
- im Bestattungswesen und
- in Beratungsdiensten.
Schwerpunkte/Weiterbildungsplan Basiskurs:
1. Selbsterfahrungsübungen im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer: Die Begegnung mit eigener und fremder Trauer
- Imagination
- Sterbe- und Lebensmeditation
- Biografie der Freude
- Krisendiagramm
- Kreativ-bildnerische Prozesse
- Entspannungspraktiken
- Fallbesprechungen aus der eigenen Sterbe- und Trauerbegleitung
- Stammbaum meiner kognitiven Überzeugungen
- Stille Zeit im Hochmoor
2. Kommunikation als Interaktionsgeschehen: die Kunst des Zuhörens
- Einführung in die patientenorientierte Gesprächsführung nach C. R. Rogers
- Gefahren und Laster der Gesprächsführung
- Gesprächsübungen mit einfühlendem Verstehen, Wertschätzung und Echtheit
3. Psychologische und spirituelle Bausteine im Sterbe- und Trauerprozess: Mein Handwerkskoffer für die Begleitung Trauernder
- Trauermodelle und die individuelle Prägung der Persönlichkeit
- Die Sprache Sterbender und Trauernder
- Modell einer praktischen Trauerbewältigung
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen privater und institutioneller Trauerbegleitung
Rahmeninformationen:
| Abschluss: | Der Basiskurs zur Trauerbegleitung umfasst 80 Unterrichtseinheiten. Die Weiterbildung wird nach den Qualitätsstandards von BVT, DHPV und DGP durchgeführt und zertifiziert (Fachkundenachweis). |
| Teilnehmer: | Die Weiterbildung erfolgt in Kleingruppen bis maximal 10 Teilnehmer (auch als Inhouse-Schulung vor Ort) |
| Leitung der Seminare: |
Dr. Dittmar Rostig: Integrativer Sozio-, Trauer-und Traumatherapeut, Mitglied der Fachgruppe Qualifizierende im BVT, langjährige Dozententätigkeit am Zentrum für Trauerbegleitung und Lebenshilfe e.V. in Dresden, einer staatlich anerkannten Weiterbildungseinrichtung für Palliativ- und Hospizpflege, eigene Psychotherapeutische Praxis für Trauer- und Traumatherapie, Dresden, zugelassen n. d. Heilpraktikergesetz seit 01.01.1998. Christiane Kapelle: Tätigkeit in der Trauer- und Sterbebegleitung, Hospizhelferin, Co-Therapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie in eigener Praxis in Dresden. |
| Termine: | 01.05.-03.05.2026 - 1. Wochenendkurs 03.07.-05.07.2026 - 2. Wochenendkurs 25.09.-27.09.2026 - 3. Wochenendkurs 29.01.-31.01.2027 - 4. Wochenendkurs |
| Zeitstruktur | Freitag 16.00-20.30 Uhr (5 Einheiten) Sonnabend 08.30-20.30 Uhr (10 Einheiten) Sonntag 09.00-14.00 Uhr (5 Einheiten) |
| Veranstaltungsort: |
"Martin-Luther-King-Haus" Schmiedeberg Übernachtung und Verpflegung im EZ incl. 3 Mahlzeiten pro Tag 74,90 € |
| Seminarkosten: | 1.400,00 € |
| Fälligkeiten: |
350 € vor Beginn des 1. Wochenendkurses |
| Teilnahme- bedingungen: |
Nach dem Anmeldeschluss erhalten Sie eine Bestätigung bzw. eine Absage falls das Seminar belegt sein sollte. Die Teilnahme erfolgt in eigener Verantwortung. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung für Personen und Sachschäden bei An- und Rückfahrt und am Kursort. Das Zentrum behält sich das Recht vor, Seminare abzusagen (z. B. bei Erkrankung des Dozenten oder Nichterreichen der Teilnehmerzahl). |
| Anmeldung: | Schriftliche Anmeldung oder per Internetanmeldeformular bitte an Zentrum für Trauerbegleitung und Lebenshilfe e.V. Gitterseestraße 24 01187 Dresden Telefon: +49 351 - 470 80 75 Telefax: +49 351 - 403 54 80 E-Mail: info@ztl-trauerbegleitung.de |
| Anmeldeschluss: | 01.04.2026 |